News

Stromkennzeichnung
Bundesweiter Energiemix zum Vergleich

Das Stromkennzeichen veranschaulicht den Energiemix des einzelnen Stromlieferanten und zeigt zum Vergleich die entsprechenden bundesweiten Werte. Die Zusammensetzung des Stroms wird dabei in drei Segmente gegliedert: Kernkraft, erneuerbare Energien sowie fossile Brennstoffe.

Das entspricht auch den in der EU empfohlenen Vorgaben. Der deutsche Gesetzgeber hat allerdings noch zusätzliche Angaben über die CO2-Emissionen und den radioaktiven Abfall vorgesehen.

Mit der neuen Stromkennzeichnung schafft die Energiewirtschaft Transparenz und ermöglicht es den Verbrauchern, den Energieträgermix der Stromlieferung und die damit verbundenen Umweltauswirkungen in ihre Entscheidung über die Wahl des Lieferanten einzubeziehen.

Für den bundesweiten Energiemix zur Stromerzeugung weist der VDEW 12,7 Prozent Kernkraft und 33,1 Prozent erneuerbare Energien aus. Fossile Brennstoffe wie beispielsweise Kohle und Gas machten 50,7 Prozent der Stromproduktion aus, ermittelte der Branchenverband für das Jahr 2017. Die CO2-Emissionen betrugen im Bundesdurchschnitt 435 Gramm und der radioaktive Abfall 0,0003 Gramm je Kilowattstunde Strom.

Stromkennzeichnung Rülzheim

Unterschieden werden erneuerbare von fossilen und nuklearen Energien. Diejenigen Energieträger, die keiner dieser Kategorien eindeutig zugeordnet werden können, werden der Einfachheit halber zu den fossilen Energien gezählt. Deshalb heißt diese Kategorie auch "fossile und sonstige Energien".

Unter Erneuerbaren Energien werden diejenigen Energieträger verstanden, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Entweder ist die dargebotene Energiemenge so groß, dass sie durch menschliche Nutzung nicht erschöpft werden kann (z. B. Wind- oder Sonnenenergie) oder sie erneuert sich zeitnah und kontinuierlich (z. B. Bioenergie oder Wasserkraft). Die Erneuerbaren Energien entwickeln definitionsgemäß keine CO2-Emissionen und produzieren keinen nuklearen Abfall. Beispiele für Erneuerbare Energien sind Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft oder Energien aus Biomasse oder Biogas.

Fossile Energie nennt man nutzbare Energie, die durch biologische und physikalische Vorgänge entstanden sind. Da diese Entstehungsprozesse besondere Bedingungen und lange Entwicklungszeiträume voraussetzen, gelten fossile Energieträger als endlich. Die meisten fossilen Brennstoffe basieren auf organischen Kohlenstoff-Verbindungen. Bei der Verbrennung mit Sauerstoff wird daher nicht nur Energie in Form von Wärme freigesetzt, sondern auch Kohlenstoffdioxid (CO2). Fossile Energien produzieren keinen nuklearen Abfall. Beispiele für fossile Brennstoffe sind Erdöl, Erdgas, Braunkohle oder Steinkohle.

Nukleare Energie ist die Form von Primärenergie, die bei Kernreaktionen entsteht. Die häufigste Anwendung von nuklearer Energie ist die Erzeugung elektrischen Stroms. Dabei wird die bei der Kernspaltung in Kernkraftwerken freigesetzte (Wärme-) Energie zur Stromerzeugung genutzt. Bei der Stromerzeugung entsteht nuklearer Abfall, der in besonderer Form behandelt werden muss. Darüber hinaus gilt Strom aus nuklearer Energiegewinnung als CO2-frei.

Copyright © 2018 Verbands- und Gemeindewerke Rülzheim
Am Deutschordensplatz 1 - 76761 Rülzheim
Tel. 07272 / 7002-1011 - Fax. 07272 / 7002-1695
mail und internet