Energie - Hausanschluss

Förderkennzeichen Rülzheim:
FKZ 03KS3399

Förderkennzeichen Hördt:
FKZ 03KS3388

Ziele setzen - Maßnahmen umsetzen - Kosten- und Energie einsparen

Unsere Effizienzprojekte in der Straßenbeleuchtung

Projekte Rülzheim Projekte Hördt
LED-Umrüstung / Gesamtkonzeption LED-Umrüstung / Gesamtkonzeption
Südring  
Gewerbegebiet Nord 2  
Neubaugebiet Kastanienallee  
   
Projekte Kuhardt Projekte Leimersheim
LED-Umrüstung / Gesamtkonzeption LED-Umrüstung / Gesamtkonzeption
Umrüstung Beleuchtung Rheinberghalle  


Editorial

LED Funktionsweise
Das Licht für die Zukunft wird die LED (Licht emittierende Diode) liefern, da sie allen anderen Leuchtmitteln in ihren Einsatzmöglichkeiten weit überlegen ist. Sie zeichnet sich besonders durch ihre hohe Effizienz und der langen Lebensdauer aus. Seit der Erfindung der Glühbirne durch Edison vor mehr als hundert Jahren gilt die LED-Technologie als bedeutendste Erfindung in der Geschichte der Beleuchtung. Nie zuvor konnte aus einer so winzigen Bauform so viel Licht gewonnen werden. Nie zuvor arbeiteten Lichtquellen so zuverlässig und wartungsfrei über lange Jahre und verbrauchten dabei so wenig Strom. Manche bezeichnen die heutigen Einsatzmöglichkeiten der LED-Technik als Quantensprung im Segment der Lichtquellen.

Konnte man bisher den überwiegenden Einsatz der LED für Effekte und Illuminationen an und in Gebäuden beobachten, wird diese nun auch künftig in der Straßenbeleuchtung Verwendung finden. Die Gründe liegen auf der Hand: Sparsam im Verbrauch, fast wartungsfrei und das alles ohne die Verwendung von schädlichem Quecksilber. Das Einsparpotenzial zu herkömmlichen Leuchtmitteln liegt bei ca. 70 Prozent. In Kombination mit intelligenter Steuerungstechnik kann so ein Optimum an Energieeffizienz erreicht werden. Die dadurch entstehende Einsparung an CO2-Emissionen stellt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar.

LED im Bereich Straßenbeleuchtung

Der Staat fördert mit der deutschen HighTech-Strategie neben dem Einsatz der LEDs als Leuchtmittel auch die Weiterentwicklung der LED-Technik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat mit dem Wettbewerb „Kommunen im neunen Licht“ eine LED-Leitmarktinitiative ins Leben gerufen. Ziel ist es, alle Akteure der Beleuchtungsindustrie für den Einsatz der LED-Beleuchtungstechnik zu gewinnen um Freiraum für weitere Innovationen zu schaffen. Dabei sollen zehn herausragende kommunale Demonstrationsobjekte ausgezeichnet werden.

Mit der Einführung der LED-Technik ist ein neues Lichtzeitalter eingetreten. Gelingt es langfristig, auch den Einsatz im privaten Bereich weiter zu forcieren, kann dem effizienten Energieeinsatz und dem Umweltschutz nachhaltig höchste Rechnung getragen werden.


Straßenbeleuchtung

LED Straßenbeleuchtung

Konzeptentwicklung LED-Technik für die Straßenbeleuchtung Rülzheim

Die Gemeindewerke Rülzheim hatten sich in den letzten Monaten intensiv mit der Entwicklung der LED-Technik und deren Einsatzmöglichkeiten für die Straßenbeleuchtung beschäftigt. Als Ergebnis kam ein neues Beleuchtungskonzept zustande, welches die enormen Energieeinsparpotentiale aufzeigte.

Bei den Gemeindewerken erfolgte dann durch den Betriebszweig Energieversorgung die Erfassung der vorhandenen Straßenlampen in einem Kataster. Die Mehrzahl der Rülzheimer Straßenlaternen bestanden noch aus alten Quecksilberdampflampen, die nicht nur wegen ihres Quecksilberanteils umweltfeindlich, sondern auch große „Stromfresser“ waren. Die übrigen Lampen sind Natriumdampflampen, die effizienter arbeiten und daher kaum ersetzt werden müssten.

Insgesamt verbrauchen alle Rülzheimer Straßenlampen 470.000 kWh im Jahr, die auszutauschenden 280.000 kWh.

Bestandsaufnahme

Den zuständigen Gremien in Rülzheim, dem Werksausschuss und dem Gemeinderat, wurde die Konzeption eines möglichen Austausches vorgestellt und diesem mehrheitlich zugestimmt. Aus diesem ergab es sich, dass bei einer Umrüstung auf LED-Technik erhebliche Einsparungen möglich sind. Durch die Umrüstung können bei einer durchschnittlichen Brenndauer von 4.000 Stunden im Jahr 245.000 kWh an Strom eingespart werden. Die hierzu notwendigen Investitionen in Höhe von 492.000 Euro wären in ca. 8 Jahren amortisiert. Das Ortsgebiet soll in sieben Teilbereichen aufgeteilt werden, in welchen dann sukzessive die Umrüstung erfolgen soll. Bei wenigen Laternen ist es notwendig, an den Masten Zwischenstücke als Adapter zu montieren. Der Verbrauch der neuen Lampen soll dann künftig insgesamt nur noch 64.000 kWh im Jahr betragen. Betrachtet man die zu erwartende Ersparnis von 44.000 Euro auf die Anzahl der Leuchten bezogen, entspräche dies einer Ersparnis von 61 Euro je Leuchte. Die Funktionsfähigkeit der neuen LED-Technik soll lt. Herstellerangaben mindestens für 12 Jahre gegeben sein.

Zusammen mit der Umrüstung des Altorts soll auch die Beleuchtung des neuen Gewerbegebiets Nord II entgegen der ursprünglichen Planung nun auch mit LED-Lampen erfolgen. Die Mehrkosten werden zwar 10.000 Euro betragen, aber auch diese Investition wird sich durch den weitaus geringeren Stromverbrauch in wenigen Jahren amortisieren.

Finanzierung der Maßnahme LED-Technik Straßenbeleuchtung Rülzheim

Die Umrüstung verursachte Kosten in Höhe von 346.000 Euro. Davon hat die Gemeinde 64.000 Euro durch Eigenmittel finanziert. Durch die Initiative des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz um Reaktorsicherheit wurde für die Umrüstung auf LED-Technik ein spezielles Förderprogramm, welches aus zwei Komponenten besteht, aufgelegt.

Die Gemeinde Rülzheim erhält zu einem eine Zuwendung über 80.000 Euro aus Fördermitteln des Bundes. Zum anderen können die restlichen nicht abgedeckten 202.000 Euro über ein zinsgünstiges Darlehen der KfW-Bank (www.kfw.de) finanziert werden. Als Institution für die Abwicklung der Zuwendungen und Fördermittel ist der Projektträger / Forschungszentrum Jülich eingesetzt.

Finanzierung


Ergebnisse der Umrüstung der Straßenbeleuchtung Rülzheim auf LED-Technik

Durch die Umrüstung auf LED-Technik wird eine Bruttoeinsparung durch den geringeren Stromverbrauch von 44.000 Euro pro Jahr gerechnet. Für die Öko-Bilanz wird eine Verringerung der Umweltbelastung von 144 Tonnen CO2 erwartet.

Gefördert durch:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.



Nationale Klimaschutz Initiative
www.klimaschutz.de


Projektträger:
Projektträger Jülich
www.pjt.de/klimaschutzinitiative-kommunen

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